Oberstedten und seine Kerb

Oberstedten und seine Kerb

Das wohl bekannteste und am weitest verbreitete unter den großen Volksfesten, die Kerb, geht zurück auf die kirchliche Erinnerungsfeier an die Kircheneinweihung. Die erste fundierte Nachricht zum Oberstedter Kirchweihfest stammt aus dem Jahre 1879.

In Oberstedten wurde die Kerb über Jahrzehnte hindurch am ersten Sonntag im Oktober entlang der Friedrichstraße in Oberstedten zwischen den Gasthäusern „Zum Löwen“ (heute Friedrichstrasse 11-15) und „Zum Taunus“ (heute Tante Anna) abgehalten. 

Im Jahre 1967 wurde die Kerb von der Friedrichstrasse auf das Gelände vor die damals neu erbaute Taunushalle verlegt. Dies geschah damals in der Absicht, die Oberstedter Kerb wieder zu einem echten Volksfest werden zu lassen. Der Zuspruch für dieses Fest hat aber im Verlauf der achtziger Jahre sehr stark nachgelassen. Ende 1990 ergriff der damalige Ortsvorsteher Roland Bohn die Initiative, indem er anregte, Ort, Zeitpunkt und Konzept der Kerb vollständig zu überarbeiten. In dem damaligen Vorsitzenden des Vereinsringes, Werner Rasquin und dem Wirt der Gaststätte „Zum Bojo“, Rolf Schaller, fand Bohn zwei tatkräftige Unterstützer.

Im Ergebnis wurde ein neues „Kerbekonzept“ präsentiert. Die Kerb wurde wieder in den alten Ortskern (Hauptstraße) verlegt, als festes Datum wurde das dritte Juliwochenende bestimmt und die Ausrichtung wurde in die Hände der Vereine gelegt.

Als sich nach 26 Jahren Kerbe-Jahren der Vorstand des Vereinsringes mit der Planung der 1200 Jahr-Feier beschäftigte, wurde schnell klar, dass eine Abweichung zum bisherigen Konzept erforderlich wird. Im September 2016 wurde den Oberstedter Vereinen verschiedene Ideen für die Ausrichtung der 1200 Jahr-Feier rund um die Taunushalle präsentiert. Diese Ideen wurden (aufgrund der historischen Ausrichtung vor 1990) heftig und kontrovers diskutiert und als einmalige Aktion für die 1200 Jahr-Feier akzeptiert.

Im Mai 2017 wurde der Vorstand des Vereinsringes neu gewählt, Daniel Pelkey wurde zum ersten Vorsitzenden und Olaf Schwiete zu dessen Stellvertreter. Den neuen Vorstand komplettierten die Schatzmeisterin Bettina Hoffmann und Schriftführerin Vanessa Schmidt, die beide schon der alten Spitzentruppe angehörten, außerdem die Beisitzer Anika Rehorn, Andrea Merkel, Guido Reul und Michael Braun.

Unsere Oberstedter Jubiläumskerb im Rahmen der 1200 Jahr-Feier fand somit vom 14.-16.07.2017 auf dem Gelände vor der Taunushalle statt. Das Gelände vor der Taunushalle wurde in einen schönen Biergarten verwandelt und ein abwechslungsreiches Programm für die "kleinen" sowie für die "großen Gäste" wurde geboten.

Die personelle Neubesetzung des Vorstands wurde, wie das Konzept der Jubiläumskerb, von den Oberstedtern bzw. allen Besuchern sofort angenommen und vielfach wurde der Wunsch geäußert, die Kerb zukünftig an der Taunushalle auszurichten.

Im November 2017 erfolgte eine Abstimmung mit den Oberstedter Vereinen über den zukünftigen Austragungsort der Oberstedter Kerb: Taunushalle oder Hauptstraße?
Mehrheitlich wurde entschieden, die Oberstedter Straßenkerb wieder in der Hauptstraße auszurichten. Im Wesentlichen basiert diese Entscheidung auf der regionalen Einzigartigkeit einer wirklichen „Straßenkerb“. Dies möchten alle Beteiligten auch zukünftig erhalten. Jedoch wurde vom Vereinsring Vorstand die Überarbeitung des bisherigen Konzeptes der Kerb in der Hauptstraße angekündigt. Das Ergebnis wird am dritten Wochenende im Juli (13.07. – 15.07) 2018 in der Hauptstraße präsentiert werden...

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